Mikroalgenprojekt Hamburg

Wir züchten Mikroalgen,

weil sie CO2 "fressen" und jede Menge Energie haben

Um unsere Umwelt und unser Klima zu schützen, lassen wir uns einiges einfallen. Zum Beispiel die Erforschung von Mikroalgen. Warum wir das machen? Weil die nützlichen Pflanzen, die in den lichtdurchfluteten oberen Wasserschichten der Ozeane und anderer Gewässer leben, in der Lage sind Außergewöhnliches zu leisten: sie binden klimaschädliches CO2, verwenden es als Nährstoff für ihr Wachstum und verwandeln es in energiereiche Biomasse.

Biomasse kann zur Produktion von Strom und Wärme in Biogasanalgen sowie zur Erzeugung von Bio-Erdgas oder von Biodiesel genutzt werden. Mikroalgen sind somit regenerative Energieträger.

Ein weiterer entscheidender Vorteil der Mikroalgen ist ihr extrem schnelles Wachstum - sie vermehren sich unter optimalen Bedingungen bis zu 10-mal schneller als vergleichbare Rohstoffe wie Mais oder Raps.

 

Algen sind echte Multitalente…

 

auch wenn sie nicht nur Freunde haben. Sie trüben - im wahrsten Sinne des Wortes - bisweilen das Badevergnügen. Fans der japanischen Küche hingegen können ihnen schmackhafte Seiten abgewinnen und auch in der Kosmetikbranche finden Algenextrakte vielerlei Anwendung.

 

Was Algen aus Sicht des Klimaschutzes so attraktiv macht, ist ihre Fähigkeit, CO2 zu binden. Das können Bäume oder Energiepflanzen wie Mais zwar auch, aber Algen wandeln in wesentlich kürzerer Zeit wesentlich mehr CO2 in Biomasse um. Wenn es gelingt, diese Biomasse energetisch zu nutzen - als Biogas oder Biodiesel - dann trägt dies zu einer Energieversorgung bei, die das Klima nicht weiter aufheizt. Das klimaschädliche CO2 wird gewissermaßen im Kreis gefahren.

 

Besonders die extrem kleinen Vertreter ihrer Art, die Mikroalgen, bieten hier ein großes Potential. Dieses wird derzeit auf dem Gelände der E.ON Hanse in Hamburg-Reitbrook erforscht. Die Pilotanlage dient deutschen und internationalen Forschern zur Entwicklung der optimalen Züchtung von Mikroalgen in Freilandanlagen. Damit kann eines Tages die Vision Wirklichkeit werden, CO2-haltige Abgase aus konventionellen Energieerzeugungsanlagen als Futter für Mikroalgen zu nutzen, aus denen dann wieder Energie gewonnen werden kann.

© E.ON Hanse AG 2010