Pilotanlage in Hamburg-Reitbrook
Die Mikroalgen-Pilotanlage der E.ON Hanse AG in Hamburg-Reitbrook
E.ON Hanse fördert zwei unabhängige Forschungsprojekte im Bereich der Mikroalgentechnologie. Zusammen mit der Stadt Hamburg unterstützt E.ON Hanse das Projekt TERM (Technologie zur Erschließung der Ressource Mikroalge). Kernstück von TERM ist eine Pilotanlage mit einem hohen Automatisierungsgrad, die im Ganzjahresbetrieb im Freiland betrieben wird. Unter der Leitung von Projektkoordinator Dr. habil. Martin Kerner von der SSC GmbH sind Forschergruppen aus verschiedenen norddeutschen Universitäten und Fachhochschulen an TERM beteiligt.
Darüber hinaus hat E.ON Hanse eine Doktorandin angestellt und beschäftigt mehrere Praktikanten, die mit dem Kooperationspartner SUBITEC, Forschungsarbeit auf der Anlage leisten. SUBITEC wurde als Tochtergesellschaft von Wissenschaftlern des Fraunhofer Institut für Grenzflächen und Bioverfahrenstechnik in Stuttgart im Jahr 2000 gegründet. Das Ziel des Unternehmens ist die Entwicklung und Kultivierung von nachhaltigen Bioprodukten aus Mikroalgen, wobei die Nachhaltigkeit wirtschaftlich und ökologisch erreicht werden soll.
E.ON Hanse will damit den Forschern helfen, eine Führungsstellung bei der Forschung zur energetischen Verwendung der Algen in Deutschland einzunehmen. Beide Partner haben Reaktoren für die Kultivierung von Mikroalgen aufgestellt und entwickeln diese im Rahmen des Forschungsprojektes weiter.
Die Bedeutung des Projektes zeigt die Liste hochrangiger Kooperationspartner:
Koordinator und Betreiber der Pilotanlage:
E.ON Hanse stellt den Forschungsprojekten TERM und SUBITEC Technik, Logistik, Infrastruktur und Forschungsleistungen sowie eine Fläche von einem Hektar auf dem Gelände des Gasspeichers in Hamburg-Reitbrook für eine 5-jährige Projektlaufzeit zur Verfügung. Ein Blockheizkraftwerk liefert Wärme, Strom und CO2-haltiges Abgas, welches von den Mikroalgen in Biomasse umgewandelt wird.
Der Startschuss des Projektes fiel im März 2007. Die Inbetriebnahme der Anlage fand unter großem öffentlichem Interesse am 28. August 2008 statt.
Die Pilotanlage in Hamburg und die damit verbundenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden in der Öffentlichkeit sehr positiv wahrgenommen. Seit Inbetriebnahme haben viele Besuchergruppen aus Wirtschaft und Politik sowie Schüler- und Studentengruppen die Pilotanlage besichtigt.
Das Hamburger Projekt war außerdem die Initialzündung zur Etablierung des "Bundes-Algen-Stammtisches" als bundesdeutsche Plattform und Forum für den Austausch von Forschung, Entwicklung und Anwendungstechnik in der Mikroalgentechnologie.
Der Bundes-Algen-Stammtisch findet seit Oktober 2008 in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft des Verein Deutscher Ingenieure VDI und des VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDI/VDE-IT) unter Führung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) statt.
