Warum und wie wird Erdgas gespeichert?
Der Erdgasverbrauch in Deutschland unterliegt gewissen saisonalen Schwankungen, die durch Tages- und Jahreszeiten bedingt sind. Erdgasspeicher gleichen die Abweichungen von Förderung und Verbrauch aus. Um die Schwankungen im Tagesbedarf auszugleichen, genügen kleinere oberirdische Speicher.
Zum Ausgleich jahreszeitlich bedingter Schwankungen sind größere Erdgasmengen nötig. Sie werden in Deutschland in insgesamt 32 Untergrundspeichern gelagert. Diese Speicher enthalten rund 11,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas.
Speichertypen
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Untergrund- speichern:
Die Porenspeicher (Aquifer-Speicher) bestehen aus porösem Gestein und nehmen, ähnlich wie ein Schwamm, das Gas in ihren Poren auf. Eine geschlossene Deckschicht sorgt dafür, dass kein Gas nach oben ausströmen kann. Nach unten ist die Dichtheit durch wasserführendes Erdreich gegeben. Zur Zeit sind in Deutschland 18 Porenspeicher in Betrieb.
Im Kavernenspeicher (Salzstockspeicher) wird das Gas in unterirdische Hohlräume gedrückt, die durch den Abbau von Salz entstanden sind. Durch die umhüllende Salzschicht kann kein Gas entweichen. Derzeit lagert in 14 Kavernenspeichern Gas.
E.ON Hanse AG unterhält und betreibt selbst mehrere Speicher unterschiedlichsten Typs. In Hamburg-Reitbrook wird Erdgas in einem Porenspeicher eingespeist. Ein Kavernenspeicher in Kraak, in der Nähe von Schwerin, wird ebenfalls als Speicher genutzt. Letzterer ist ein Mehr-Kavernen-Speichersystem, dass in den nächsten Jahren um einige Kammern erweitert wird.
